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Umzug: alle Papiere
Kartons packen kann jeder. Teuer wird ein Umzug durch verpasste Fristen und fehlende Belege. Diese fünf Papiere solltest du haben.
Stand: · 3 Min. Lesezeit
Kurz gesagt
- Trag den Umzugstag in den Umzugsplaner ein. Er macht daraus eine Checkliste mit Datum für jede Aufgabe.
- Die Kündigung der alten Wohnung muss spätestens am dritten Werktag eines Monats beim Vermieter sein, als Brief mit Unterschrift.
- Halte bei beiden Übergaben Zustand, Zählerstände und Schlüssel schriftlich fest, mit Fotos.
So gehst du vor
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Den Plan mit Terminen anlegen
Umzugstag und Bundesland eintragen, ankreuzen, was auf dich zutrifft. Der Plan reicht von zwölf Wochen vorher bis nach dem Einzug: Kündigung, Nachsendeauftrag, Ummeldung und mehr. Die meisten Daten sind Faustregeln. Eine echte Frist ist die Ummeldung beim Bürgeramt, zwei Wochen nach dem Einzug. Du bekommst die Checkliste als PDF und die Termine als Kalenderdatei, auf Wunsch mit Erinnerung.
Umzugsplaner öffnen -
Die alte Wohnung rechtzeitig kündigen
Als Mieter hast du drei Monate Frist. Geht die Kündigung bis zum dritten Werktag eines Monats zu, endet das Mietverhältnis mit Ablauf des übernächsten Monats. Der Rechner zeigt dir für dein Wunsch-Ende, bis wann der Brief beim Vermieter sein muss, mit den Feiertagen deines Bundeslands. Die Kündigung braucht die Schriftform: ein Brief auf Papier, von allen Mietern von Hand unterschrieben. Einen fertigen Brief für die Wohnung gibt es hier nicht.
Kündigungsfrist berechnen -
Strom, Internet und Abos kündigen oder ummelden
Viele Verträge ziehen mit um, manche nicht. Für alles, was enden soll, schreibt die Vorlage den Brief: Vertragsart „Strom oder Gas“ mit Zählernummer oder „Telefon, Internet“ mit Kundennummer, als PDF nach DIN 5008 oder als Text für die E-Mail. Ob dir wegen des Umzugs ein Sonderkündigungsrecht zusteht, hängt vom Vertrag ab. Frag den Anbieter.
Kündigung schreiben -
Übergabe festhalten
Beim Auszug und beim Einzug: Raum für Raum „in Ordnung“, „Spuren“ oder „Mangel“ wählen, Zählerstände und Schlüssel eintragen, Fotos anhängen. Ins Protokoll passen bis zu 40 Fotos, jedes wird im Browser verkleinert. Beide Seiten unterschreiben direkt auf dem Handy, heraus kommt eine PDF für alle. Sichere das Einzugsprotokoll als Datei: Beim Auszug führst du es weiter, und der Zustand von damals steht daneben.
Übergabeprotokoll erstellen -
Zählerstände melden und Abschlag prüfen
Meld die Stände vom Tag der Übergabe an deine Versorger, mit Zählernummer und Datum. In der neuen Wohnung trägst du nach ein paar Monaten zwei Ablesungen ein. Der Rechner macht daraus einen Jahresverbrauch und zeigt im Reiter „Abschlag“, ob eine Nachzahlung droht. Gas rechnet er von m³ in kWh um. Unter 90 Tagen Abstand warnt die Seite, denn verlässlich ist erst ein ganzes Jahr.
Zählerstand und Verbrauch
Gut zu wissen
- Dein Mietvertrag geht vor. Ob er eine feste Laufzeit, einen Kündigungsverzicht oder eine andere Frist enthält, prüfst du selbst. Der Rechner kennt nur die gesetzliche Frist.
- Fällt der dritte Werktag auf einen Samstag, ist die Rechtslage nicht ganz geklärt. Der Planer rechnet deshalb mit dem Werktag davor.
- Das Protokoll ist ein Beweismittel, kein Urteil. Ob ein Kratzer Abnutzung oder Schaden ist und was mit der Kaution passiert, beurteilt das Werkzeug nicht. Bei Streit hilft ein Mieterverein.
- Die Unterschrift auf dem Handy ist eine einfache elektronische Unterschrift. Wer Papier will, druckt die PDF aus und unterschreibt von Hand.
- Fristen deiner Stadt kennt der Planer nicht, etwa für eine Halteverbotszone. Eigene Aufgaben mit Datum fügst du selbst hinzu.
- Später kommt die letzte Abrechnung. Mit Nebenkosten prüfen rechnest du sie nach.
Diese Werkzeuge kommen vor
- UmzugsplanerFristen, Checkliste, Kalender
- KündigungsfristJob und Wohnung: bis wann kündigen
- KündigungAbo, Vertrag, Versicherung als PDF-Brief
- ÜbergabeprotokollEinzug und Auszug mit Fotos und Unterschrift
- Zählerstand & VerbrauchStrom, Gas, Wasser, m³ in kWh
- Nebenkosten prüfenAbrechnung nachrechnen, Fristen, Einwendung