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PDF richtig schwärzen
Namen, Beträge, Kontonummern: Du musst etwas aus einer PDF herausnehmen, bevor sie weitergeht. So verschwindet es wirklich und nicht nur optisch.
Stand: · 3 Min. Lesezeit
Kurz gesagt
- Ein Balken, den du in einem Schreib- oder Zeichenprogramm über den Text legst, versteckt ihn nur. Der Text steht weiter in der Datei.
- In „PDF schwärzen“ zeichnest du die Seite als Bild neu und malst die Balken ins Bild. Danach gibt es an der Stelle keinen Text mehr.
- Sieh dir die fertige Datei an und lies sie mit „PDF-Metadaten“ gegen, bevor du sie abschickst.
Der häufigste Fehler beim Schwärzen ist ein schwarzes Rechteck auf dem Text. Auf dem Bildschirm sieht das fertig aus. Die Datei enthält den Text aber weiter: Wer die Stelle markiert, kopiert oder die Datei auslesen lässt, bekommt ihn wieder. Dasselbe gilt für Textmarker in Schwarz, die du über die Zeile legst. Entscheidend ist also nicht, wie die Seite aussieht, sondern was in der Datei steht.
So gehst du vor
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Stellen markieren
Öffne die PDF und blättere zur ersten Seite mit etwas Vertraulichem. Zieh mit Maus oder Finger ein Rechteck über jede Stelle, die verschwinden soll. Du kannst auf jeder Seite so viele Stellen markieren, wie du willst, und über mehrere Seiten hinweg. Ohne Maus setzt „Feld einfügen“ ein Feld in die Mitte, das du mit den Pfeiltasten verschiebst. Mit Umschalt änderst du die Größe. Unter „Markierte Stellen“ siehst du alle Felder und löschst einzelne wieder.
PDF schwärzen öffnen -
Entscheiden, was neu gezeichnet wird
Unter „Neu gezeichnet wird“ steht „Nur markierte Seiten“ voreingestellt. Alle anderen Seiten werden unverändert übernommen und bleiben durchsuchbar. Stell auf „Alle Seiten“, wenn auch auf den Seiten ohne Markierung nichts mehr auszulesen sein soll. Bei der Auflösung genügen 150 dpi für lesbare Seiten am Bildschirm. 300 dpi sind druckreif, aber deutlich größer.
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Speichern und gegenlesen
Tipp auf „Schwärzen und speichern“. Die neue Datei heißt wie dein Original mit dem Zusatz „-geschwaerzt“, das Original bleibt unverändert. Öffne sie einmal und prüf jede markierte Stelle. Versuch dann, an der Stelle Text zu markieren: Es darf nichts mehr gehen. Zum Schluss lies die Datei mit „PDF-Metadaten“ gegen. Dort siehst du, was im Dokument sonst noch steht, und kannst es entfernen.
PDF-Metadaten prüfen
Warum das Neuzeichnen sicher ist
Jede markierte Seite wird als Bild gezeichnet, und in dieses Bild kommen die schwarzen Felder. Danach ersetzt das Bild die Seite, und die Datei wird komplett neu geschrieben. Text, Schriften und Bilder der alten Seite sind nicht mehr enthalten. Darunter lässt sich deshalb nichts mehr hervorholen. Die Dokument-Angaben des Originals (Titel, Autor, Erstelldatum) übernimmt das Werkzeug beim Neuschreiben nicht.
Gut zu wissen
- Neu gezeichnete Seiten sind Bilder. Der Text darauf lässt sich nicht mehr markieren, durchsuchen oder vorlesen. Links und Formularfelder dieser Seiten gehen verloren, und die Datei wird meist größer. Ist sie zu groß für die Mail, hilft PDF komprimieren.
- Das Werkzeug erkennt nicht, was vertraulich ist. Du entscheidest, welche Stellen geschwärzt werden. Denk an Kopf- und Fußzeilen, Randnotizen und Namen, die auf mehreren Seiten stehen.
- Passwortgeschützte PDFs lassen sich nicht öffnen. Kennst du das Passwort, legst du vorher mit PDF-Passwort entfernen eine Fassung ohne Abfrage an.
- Fotos und Scans sind schon Bilder. Für ein einzelnes Foto gibt es Foto unkenntlich machen.
- Schwärzungen mit rechtlicher Wirkung (etwa in amtlichen Verfahren) können eigene Vorgaben haben. Frag im Zweifel die Stelle, die die Datei bekommt.
Diese Werkzeuge kommen vor
- SchwärzenStellen wirklich unkenntlich machen, nicht nur zudecken
- MetadatenAutor, Programm und Datum ansehen und entfernen
- KomprimierenGroße PDF kleiner machen, z. B. für den Mail-Versand
- Passwort entfernenAbfrage aus deiner eigenen PDF nehmen, wenn du das Passwort kennst
- Unkenntlich machenGesichter und Kennzeichen im Foto verdecken