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Was Fotos verraten
Ein Foto zeigt mehr, als auf dem Bildschirm zu sehen ist. In der Datei stehen unsichtbare Angaben, und auch im Bild selbst steckt oft mehr, als dir lieb ist.
Stand: · 3 Min. Lesezeit
Kurz gesagt
- Handyfotos tragen meist unsichtbare EXIF-Angaben: oft den GPS-Standort, dazu Aufnahmezeit, Gerätemodell und mehr.
- Mit „Metadaten“ siehst du, was in deinem Foto steckt, und entfernst es ohne Qualitätsverlust. Nichts wird hochgeladen.
- Prüf danach das Bild selbst: Namen, Adressen und Bildschirme verdeckst du mit „Foto unkenntlich machen“.
Wenn eine Kamera oder ein Handy ein Foto speichert, schreibt es Angaben über die Aufnahme mit in die Datei. Diese EXIF-Daten sieht man dem Bild nicht an, sie reisen aber mit, wenn du die Datei verschickst oder irgendwo hochlädst. Je nach Gerät und Einstellung stehen darin der GPS-Standort auf wenige Meter genau, Datum und Uhrzeit der Aufnahme, Hersteller und Modell des Geräts, die verwendete Software und bei manchen Kameras sogar die Seriennummer. Ein Foto aus der eigenen Wohnung kann so die Heimadresse preisgeben.
So gehst du vor
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Nachsehen, was in deinem Foto steckt
Öffne ein Foto in „Metadaten“. Das Werkzeug zeigt dir, was die Datei enthält: GPS-Standort, Aufnahmedatum, Kamera- oder Handymodell, Software, Seriennummer und ein eventuell eingebettetes Vorschaubild. Das Foto bleibt dabei auf deinem Gerät, es wird nichts hochgeladen. Probier es mit einem Foto aus deiner Kamera-App: Das Ergebnis überrascht die meisten.
Metadaten ansehen -
Entfernen, bevor das Foto weitergeht
Mit einem Tipp entfernt dasselbe Werkzeug alle diese Angaben und speichert eine saubere Kopie. Das Bild selbst wird dabei nicht neu berechnet, die Qualität bleibt also unverändert. Dein Original behältst du. Mach das vor jedem Hochladen in Kleinanzeigen, Foren oder Bewerbungsportale, denn nicht jede Plattform entfernt die Daten für dich. Viele Messenger rechnen Fotos zwar um, verlass dich aber nicht darauf, besonders nicht beim Versand „als Datei“ oder „in Originalqualität“.
Metadaten entfernen -
Das Bild selbst prüfen
Sieh dir das Foto danach in Ruhe groß an. Verräterisch ist oft, was im Hintergrund steht: Briefe und Pakete mit Adresse, ein Klingelschild, das Nummernschild, ein Bildschirm mit geöffneten Mails, Spiegelungen in Fenstern und Brillen. Solche Stellen verdeckst du mit „Foto unkenntlich machen“ durch Verpixeln oder einen Balken, direkt im Browser.
Foto unkenntlich machen
Gut zu wissen
- Den Standort gar nicht erst speichern. In den Kamera-Einstellungen deines Handys kannst du den Zugriff auf den Standort abschalten. Dann fehlt das GPS in allen neuen Fotos von vornherein.
- Screenshots haben meist kein GPS, zeigen aber oft mehr als gedacht: Uhrzeit, Akkustand, Benachrichtigungen, Namen in Chatlisten. Zuschneiden und Verdecken hilft auch hier.
- Das Aufnahmedatum kann Geschichten erzählen. Ein „aktuelles“ Verkaufsfoto, das laut Datei zwei Jahre alt ist, fällt auf. Umgekehrt verrät das Datum, wann du wirklich wo warst.
- Für PDFs und Office-Dateien gilt dasselbe. Dokumente tragen eigene Angaben wie Autor und Bearbeitungsverlauf. Dafür gibt es PDF-Metadaten und Office-Dateien bereinigen.
- Wie du ein Foto fürs Teilen fertig machst, von der Dateigröße bis zum Versand, steht Schritt für Schritt im Ratgeber Fotos teilen ohne Standort.
Diese Werkzeuge kommen vor
- Foto-Metadaten entfernenGPS-Standort, Kamera und Aufnahmedatum (Exif) aus Fotos löschen
- Unkenntlich machenGesichter und Kennzeichen im Foto verdecken
- MetadatenAutor, Programm und Datum ansehen und entfernen
- Office-Dateien bereinigenAutor, Firma, Kommentare und Änderungsverfolgung aus Word, Excel und PowerPoint entfernen